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Auckland – Zeit, Abschied zu nehmen

Auckland – Zeit, Abschied zu nehmen

Lesedauer: 5 Minuten

Der Autoverkauf im Winter

„Kia Ora!“, heißt es nun zum 35. und vorerst letzten Mal aus Neuseeland. Zu Gast bei Chris in Auckland – einem Airbnb-Host – richten wir nun in den nächsten Tagen unser Auto vernünftig her, um es dann so schnell es geht zu verkaufen und anschließend das geliebte Neuseeland zu verlassen. 

Zu aller erst muss unser ganzes Gepäck aus unserem Auto raus. Nachdem wir das geschafft hatten, war schon unser ganzes Zimmer voll gestellt. 😄
Anschließend mussten kleinere Schimmelstellen entfernt, die Bettwäsche gewaschen und der Schrank frisch gestrichen werden. In den nächsten Tagen hieß es nun erstmal: abwarten, bis sich jemand meldet und gleichzeitig selbstständig auf Leute zugehen, die auf facebook nach Autos suchen. Anfangs haben wir das Auto etwas teurer angeboten, um mit etwas Glück sogar mit Gewinn nach Hause zu fliegen. Nach ein paar Tagen wurde uns klar, dass wir das Auto im Winter nicht für diesen Preis loswerden können. Im Sommer wäre dies kein Problem gewesen – Angebot & Nachfrage…

Somit wechselten wir unsere Taktik: for free! Wir boten das Auto bei facebook für 0$ an und wollten erstmal Angebote sammeln. Tatsächlich gab es Leute, die dachten, dass es das Auto kostenlos geben könnte…😄
Nachdem wir dann einige Angebote erhalten hatten, allerdings noch keine Besichtigungen durchgeführt haben, ging es am Sonntag, dem 07.07. nun zu unserem ersten Treffen. In den vorherigen Tagen hatten wir die Zeit  – und das Auto – nochmal genutzt, um in der Innenstadt ein paar Erledigungen zu machen und haben im Fitnessraum bei Chris ein bisschen Sport gemacht. Am Sonntag ging es nun zu unserem ersten Treffen. Nachdem dieses bereits ganz gut lief, ging es direkt danach zu einem zweiten Treffen, bei dem die Interessenten ebenfalls nicht abgeneigt schienen.

Am Montag haben wir uns dann nochmal mit einem weiteren potentiellen Käufern getroffen, Terry, der sehr großes Interesse bekundete. Terry teilte uns mittags allerdings mit, dass er sich lieber ein richtiges Wohnmobil kaufen wolle.  Wir kamen dann auf das recht gute Angebot der allerersten Besichtigung zurück und wollten mit ihr zusammen eine Werkstatt aufsuchen.  

Am Montag waren leider schon alle Werkstätte geschlossen, sodass wir den „Prebuy-Check“ am Dienstag Morgen machen mussten. So ging es dann also voller Hoffnung zu drivesure, – der Werkstatt, wo wir unseren WOF durchgeführt und bestanden hatten – um den Check durchführen zu lassen. 

All unsere Hoffnungen wurden auf einen Schlag zerstört, als der Mechaniker seine Analyse mit den Worten „This car is in bad condition“ begann. Kurz gesagt: viele Mängel, wenig positives. Der Mechaniker war sogar der Meinung, dass das Auto nicht mal mehr 1000$ wert wäre, was unserer Meinung nach alleine wegen der Solaranlage etc. Quatsch ist. Leider sieht der nur die Mechanik des Autos und nicht das, was hinten drin steckt… 

Also mussten wir uns weiter auf die Suche begeben. Bei unserem anschließenden Treffen fanden wir leider ein Pärchen vor, die nicht wirklich wussten, was sie sich ansahen und kaufen wollten. Somit waren die eigentlich auch wieder raus… 

Als wir dann mittags beim Pak’n’save-Supermarkt auf dem Parkplatz standen und praktisch wieder von vorne hätten beginnen müssen, gingen wir nochmal alle Angebote, die wir erhalten hatten, durch. So stießen wir auf ein, aufgrund des mechanischen Checks akzeptables, Angebot von Lewis, mit dem wir uns dann direkt für den gleichen Tag verabredeten und absprachen, dass er das Auto direkt kaufen müsse, falls Interesse bestehe. So sah sich Lewis unser Auto also knappe zwei Stunden lang an, ehe es dann zur Bank, anschließend zum Post-Shop und zum Verkaufen des Autos ging.  

Nachdem wir den „Change of Ownership“ durchgeführt hatten, musste uns Lewis noch zurück zu unserem zu Hause fahren. 2 Minuten, bevor  wir beim Supermarkt, wo er uns absetzen sollte, ankamen, fragte er noch nach den Diesel-Kilometern, die man immer wieder neu kaufen muss. Leider waren diese durch die ganzen Testfahrten aufgebraucht, obwohl wir zum Beginn des Verkaufs nochmal neue Kilometer bezahlt hatten… Zu unserem Glück hat er dann nicht so genau nachgesehen. Dennoch sind wir dann, als er meinte dass er auch noch einkaufen muss, schnell in die andere Richtung abgehauen und haben uns so von unserem Auto „Coco“ verabschiedet. Zufälligerweise trafen wir dann auch noch Chris, unseren Gastgeber, der uns dann zu einem „proper Kiwi-Barbeque“ einlud, das wir selbstverständlich nicht ablehnen konnten. Also gab’s dann abends sehr leckeres einheimisches Essen und anschließend planten wir mit Chris zusammen unsere nächsten Schritte. Zu unserem Glück arbeitet er bei Air New Zealand, sodass er uns bei der Buchung der Flüge sehr gut unter die Arme greifen konnte. Wir haben dann also noch am Abend die Flüge für den nächsten Tag gebucht, die Unterkunft reserviert und mussten noch all unsere Sachen packen. Chris konnte uns außerdem sehr viele gute Tipps für unsere Bali-Reise, für die wir uns dann an dem Abend aufgrund seiner Erfahrungen entschieden, geben und einige Beach-Clubs und ähnliches empfehlen.  

So wurden also nur noch die letzten Sachen startklar gemacht und dann sollte es nun sehr bald heißen: Goodbye New Zealand!  
An dieser Stelle bietet sich uns nochmal die Gelegenheit eines kleinen Rückblicks auf unsere Zeit in diesem unfassbar schönen Land. Mit einem ganzen Rucksack voll Neugierde sind wir in unser Abenteuer gestartet, das erstmal mit dem Kauf und Umbau unseres Autos begann.  

Wir haben dann unsere ersten Wanderungen und Ausflüge unternommen und waren überwältigt von der wunderschönen Natur Neuseelands. Als Autoreise-Anfänger hatten wir anfangs erstmal gar keinen Plan, wo genau wir schlafen dürfen, wo wir abwaschen, duschen,… aber das hat sich alles im Laufe der Zeit ergeben und wir konnten sehr viel dazu lernen.  

Nach einem ersten „Reise-Marathon“ bei dem wir die komplette Ostküste Neuseelands südlich von Christchurch bereist haben, trafen wir uns zu Weihnachten mit einigen Deutschen in dem kleinen Ort Lumsden, den wir lieben lernten und an den wir immer mit einem großen Lächeln denken werden.  

Mit Zweien aus unserer Gruppe sind wir zusammen weiter gereist und haben dann auch noch zusammen Silvester in der Kleinstadt Alexandra gefeiert. Dort haben wir, nachdem wir schon sehr oft gefragt wurden, wann wir endlich anfangen wollen zu arbeiten, dann auf der Kirschplantage und im Packhouse ungefähr zwei Wochen die Reisekasse wieder aufgefüllt. 

Ende Januar besuchte uns Krzysiek, der abenteuerlicherweise vorne auf den drei Sitzen schlief. Mit ihm haben wir das Reisetempo deutlich angezogen und konnten zwei wunderschöne Wochen verbringen, zu deren Hälfte wir unseren Fallschirmsprung in Wanaka hatten.

Anschließend haben wir es wieder etwas ruhiger angehen lassen und sind von „The Hobbit“, Anna, durch unsere Lieblingsregion um die türkisblauen Seen Lake Pukaki und Tekapo und Mount Cook an die Westküste gefahren. Die Westküste hat uns von ganz Neuseeland leider am wenigsten gefallen, da man durch die vielen Sandflies kaum draußen sein konnte und außerdem das Wetter nicht mehr mitspielte. 

Ende März haben wir in Motueka an der Nordküste gearbeitet und den Spätsommer beim Abel Tasman National Park genossen. 

Auf der Nordinsel ging das Reisen an sich relativ schnell, wir haben dann aber eine längere Pause in Rotorua, wo wir nochmal eine Highlight-Zeit hatten, verbracht und dort viele coole Sachen erlebt! 

Nach einem Monat Arbeit im Kiwi-Packhouse ging es dann noch über Tauranga und die Coromandel Peninsula ins Northland bis hin zum Cape Reinga Lighthouse, dem nördlichsten Ort Neuseelands. 

Dann hieß es auch schon „Auto verkaufen und bye bye New Zealand“!

Wir freuen uns, dass ihr uns die ganze Zeit über verfolgt habt! Wir hoffen, dass euch die Art und Weise, von unseren Erlebnissen zu erfahren, gefallen hat und werden den Blog auch für zukünftige Reisen wieder nutzen! Jetzt geht’s erstmal auf nach Bali, um nochmal eine traumhafte Zeit zu verbringen 😍

Also, ein letztes Mal aus Neuseeland: macht’s gut und see ya!

Eure Working-Holidayer🌏

Anni & Luca

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