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Rafting der Superlative und Arbeitssuche

Rafting der Superlative und Arbeitssuche

Lesedauer: 6 Minuten

Am Donnerstag ging es für mich sehr früh aus den Federn. Anja lag leider mit Kopfschmerzen flach, sodass ich alleine um 05:00 Uhr morgens aufgestanden bin, um die Zeremonie des ANZAC Days zu erleben. Leider hatte Luke, der mit uns dort hingehen wollte, verschlafen und wir sind nicht zur Kranzniederlegung gegangen. So blieb ich aber trotzdem weiterhin wach, da die Bayern gegen Bremen spielten und ich das Spiel mit meinem Vater sehen wollte. Nach dem erfreulicherweise erfolgreichen Spiel haben wir erstmal in Ruhe gefrühstückt. Um 11 Uhr ging es dann auf Einladung von Luke zum Rafting. Anja konnte leider nicht mitmachen, weil ihr die Kopfschmerzen einen Strich durch die Rechnung machten. So musste sie also zugucken, während ich aufs Rafting vorbereitet wurde. Sie wollte dann währenddessen wenigstens von außen ein paar Fotos von mir schießen. Leider verlief alles nicht so wie geplant, während sie nebenbei auch noch auf Lukes Onkel „aufpassen“ musste. Ein paar Fotos gibt’s trotzdem, die mir von der Rafting-Firma gesendet wurden.

Das Rafting war eine richtig coole Erfahrung. Es ging von einer Stromschnelle zur nächsten, mehrere Wasserfälle hinunter und immer wieder hieß es „get down!“, damit man nicht aus dem Boot geworfen wurde. Das Highlight war ein 7m hoher Wasserfall – der weltweit höchste geraftete Wasserfall – vor dem der Puls sich erstmal deutlich verschnellerte. Letztendlich hat es meine Gruppe, bis auf zwei „Verluste“, erfolgreich geschafft, nicht aus dem Boot geworfen zu werden. An einem kleineren Wasserfall haben dann doch noch „geflippt“ (=das Boot ist gekentert). Alles in allem eine sehr gelungene Erfahrung. Zu unserem Glück hat Luke uns auch noch versprochen, dass wir das Rafting demnächst nochmal machen können, sodass Anja das dann auch mal erleben kann. Danke an dieser Stelle nochmal an Luke für diese unglaublich coole Erfahrung!

Nach dem Rafting haben wir uns im nahegelegenen Cafe ein wenig gestärkt und sind dann wieder zurück zum Hostel gefahren. Da Lukes Wasserpistole, mit der er sehr gerne Gäste nassgemacht hat, kaputt gegangen war, entschieden Anja und ich, ihm eine neue zu schenken. Es wäre natürlich viel zu langweilig, ihm die Pistole einfach zu übergeben. Wie wir das letztendlich gelöst haben, zeigt euch das folgende Video:

Abends ging es für uns noch ins Gym und dann sind wir beide beim Scream gucken in der Lounge eingeschlafen. 😴

Am Freitag haben wir nach dem Frühstück erstmal ein wenig am Blog gearbeitet, ehe es dann nachmittags nach Te Puke in den Norden ging, wo wir uns nach Arbeit erkundigt haben. Im zweiten Versuch konnten wir schon einen Erfolg verbuchen: wir arbeiten ab Montag in einem Kiwi Packhouse. Bei Eastpack, was nicht mit der bekannten Marke Eastpak zu verwechseln ist, arbeiten wir in der Nachtschicht von 19 bis 5 Uhr im Bereich Tray Prep. Wir konnten außerdem aus den Bereichen Grading, Packing und Stacking wählen. Abgesehen davon gab es nur noch die Alternative, dass ich in der Tagschicht den Stacking-Job übernehme und Anja arbeitslos bleibt – demnach eine sehr leichte Entscheidung. Für uns ist die Nachtschicht sogar besser, weil wir es beide viel lieber mögen, ausgeschlafen aufzustehen, dann alles zu erledigen, anschließend zur Arbeit zu gehen und nach der Arbeit nur noch ins Bett fallen zu können.

Die verschiedenen Bereiche, aus denen wir bei unserer Arbeit wählen konnten, sehen wie folgt aus:

Das ist das altbekannte „am Band stehen und Früchte auf ihre Qualität kontrollieren/ in die Kartons einsortieren“. Dieser Job ist vor allem bei niedrigeren Fließbändern sehr anstrengend.

Hierbei handelt es sich um das (abwiegen und) schließen der fertigen Pakete. An sich ein sehr einfacher Job, der für uns im Cherry Packhouse zu entspanntesten Arbeitsteil zählte.

Das Stacking ist ein sehr anstrengender Job. Ein Stacker muss den ganzen Tag die fertigen Pakete auf Paletten stapeln. Die Pakete wiegen um die 10 Kg.

Beim Tray Prep geht es darum, die Pappschachteln, in die die Kiwis hineinkommen, mit einer Plastikfolie aus- und auf’s Fließband zu legen.

Nach der erfolgreichen Arbeitssuche ging es abends in unser kostenloses Gym für eine Runde Cardio-Training und danach gegen 01:30 Uhr schlafen, um uns langsam an unsere Arbeitszeiten zu gewöhnen.

Den Samstag haben wir sehr entspannt in der Lounge bei Harry Potter und der Gefangene von Azkaban gestartet. Anschließend ging es wie gewohnt ins Gym, wo wir jetzt endlich wieder vernünftig unseren Sport durchziehen können. Da wir hier kostenlos die Gelegenheit haben, wollen wir das so oft es geht nutzen und trainieren deshalb an einem Tag den Ober- und am anderen Tag den Unterkörper, um jeweils einen Tag Pause machen zu können.

Nachdem wir vom Gym zurück zum Hostel kamen, haben wir eine Nachricht von Luke bekommen: er hat sich ein Motel-Zimmer für die Nacht gemietet, weil es ihm nicht so gut geht und er ein bisschen Ruhe von den ganzen „Party-Peoplen“ braucht. Wir sollten für die Nacht vorbeikommen, weil wir uns ja die ganze Zeit mal wieder ein vernünftiges Bett gewünscht hatten (und er hatte noch eins übrig) und uns so vor der ersten Nachtschicht nochmal ein wenig ausruhen konnten. Wir haben dann abends mit ihm noch Scream geguckt und sind dann relativ schnell ins sehr gemütliche Bett gegangen.😴

Neben dem Bild über dem Bett das Highlight an dem ganzen definitiv das, was sich hinter der Terrassentür verbarg:

Morgens wurden wir von einem leichten Dröhnen wach. Später bemerkten wir dann, dass anscheinend die Drüsen des Whirlpools eine lange Zeit liefen:

Nachdem wir sehr entspannt also den Tag starten konnten, ging es dann um 10 wieder zum Hostel, da es ungewohnterweise eine Check-out-Zeit beim Motel gab. Im Hostel angekommen, haben wir uns erstmal ein ordentliches Sonntagsfrühstück gegönnt und haben anschließend den Tag in der Lounge verbracht. Abends ging es dann ins Gym und wir mussten die Nacht über möglichst lange wach bleiben.

Wie uns die neue Arbeit gefällt und ob es uns leicht fällt, uns auf den Nachtschicht-Modus umzustellen, erfahrt ihr dann nächste Woche. Bis dahin wünschen wir allen einen guten Start in die Woche!

Eure Working-Holidayer🌏

Anni & Luca

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ihr seid aber auch zwei Maschinen! 😀

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